Stammtisch glutenfrei

Zöliakie beschäftigt Betroffene zwangsläufig. Schließlich wirkt sich die Krankheit unmittelbar darauf aus, wie sie ihr Leben gestalten. Gern würden sie mehr wissen und sich über ihre Erfahrungen austauschen, doch passende Ansprechpartner fehlen oft. Menschen mit Zöliakie fühlen sich so oft allein gelassen. Doch dagegen kann man etwas tun: Anja Schumacher veranstaltet zum Beispiel informative und unterhaltsame Stammtische für Zöliakie-Betroffene.

Glutenfrei Stammtisch

Schumacher, die schon seit 25 Jahren mit der Krankheit lebt, engagiert sich ehrenamtlich als Kontaktperson der Deutschen Zöliakie Gesellschaft e.V. (DZG) für die Aufklärung zur Krankheit Zöliakie. Dazu gehören eben auch die „glutenfreien“ Stammtische, die vier- bis sechsmal im Jahr an wechselnden Orten stattfinden. Am 10. September war nun Almersbach an der Reihe.

Fruchtig, süß und raffiniert: glutenfreie Kuchen

Himbeer-Biskuit, Schwarzwälder Kirsch und saftiger Rüblikuchen – wenn wir Leckereien beim Konditor sehen, läuft uns automatisch das Wasser im Munde zusammen. Für Menschen mit Zöliakie folgt aber schnell die Ernüchterung.

glutenfreier Kuchen

Die prachtvollen Kreationen im Schaufenster können sie nämlich nur anschauen – essen dürfen sie sie nicht. Überhaupt, so glauben sie, sind Kuchen und Torten für sie tabu. Doch da denken sie falsch: Auch Menschen mit Zöliakie können Kuchen genießen. Sie brauchen nur ein bisschen Know-how und ein paar Tricks. Der glutenfreie Biskuitboden ist einer davon.

Mehr als nur Reiswaffeln - 111 glutenfreie Produkte

Die Diagnose „Zöliakie“ kann ganz schön verunsichern. Manchmal wissen Betroffene danach gar nicht mehr, was sie essen können und was nicht. Sie stehen dann im Supermarkt, klammern sich an eine Packung Reiswaffeln und blicken betrübt bis verzweifelt. Glauben sie doch, dass sie vor vollen „Töpfen“, sprich: Regalen, verhungern müssen.

Reiswaffel glutenfrei

Dabei hätten sie eigentlich die volle Auswahl. Jede Menge Lebensmittel sind schließlich von Natur aus glutenfrei. Das glauben Sie nicht? Dann kommen Sie mit auf eine kleine Info-Tour durch einen gut sortierten Bio-Supermarkt.

Nussig, poppig, knusprig: Amarant

In Südamerika, wo Amarant seit Jahrtausenden angebaut wird, gehört Amarant nicht nur zu den ältesten Nutzpflanzen überhaupt – er galt eine Zeitlang sogar als heilig: Die Inka und Azteken hielten diese getreideähnliche Pflanze für lebensverlängernd und glaubten, sie heile Krankheiten.

Amarant Feld

Er war eines ihrer Hauptnahrungsmittel und als Opfergabe beliebt. Als die spanischen Eroberer kamen, vernichteten sie die meisten Amarantfelder, weil sie überzeugt waren, die Ureinwohner so empfindlich zu schwächen.

Buchweizen: jung und getreideähnlich

Viele Getreidesorten haben ihren Ursprung direkt in der Steinzeit, der getreideähnliche Buchweizen hat keine ganz so lange Geschichte: In China wird er seit ca. 4600 Jahren und in Japan seit ungefähr 3500 Jahren angebaut, nach Europa kam er sogar erst im Mittelalter als Kulturpflanze, war dann aber schnell sehr beliebt.

Buchweizen Buchweizenmehl

Heute ist die einjährige Pflanze neben Mitteleuropa vor allem in Asien verbreitet und gedeiht besonders gut auf saurem Moorboden. Die Früchte reifen in nur zehn bis zwölf Wochen und sind 5 mm lang und – ähnlich wie Bucheckern – dreikantig.

Deutschland – ein Erdbeer-Kalbsbäckchen-Paradies?

„Erdbeeren auf Rucola-Bett“, Lachstartar, grüner Spargel, „Geschmorte Kalbsbäckchen auf Zwiebel-Ingwer-Confit mit Zitronen-Kartoffelpüree“, Jakobsmuscheln „Zitronen-Joghurt-Eis mit Melonenkaltschale und gebackenem Estragon“ – in deutschen Küchen scheint das kulinarische Paradies ausgebrochen.

Gourmet Snack