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Jeden Tag die Welt verändern


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Essen ist Einstellungssache


Wollen wir unsere Ernährungsgewohnheiten und damit auch ein Stückweit die Welt ändern, müssen wir erst Klarheit über die zugrundeliegenden Probleme gewinnen. Viele davon haben wir so verinnerlicht, dass wir ganz unbewusst die falschen Entscheidungen treffen. Hier müssen wir uns wieder mehr Gedanken machen. In dem Artikel „Du bist, was du isst“ haben wir bereits darauf verwiesen, dass eine Ernährung, die nur auf die schnelle, möglichst billige Befriedigung von Hungerempfinden abzielt, mit Wertschätzung nicht mehr viel zu tun hat. Vielmehr zieht sie eine Kette von Ausbeuterverhältnissen nach sich: Der Preisdruck setzt Produzenten und Verkäufern zu, die ihn durch schlechte Qualität an den Konsumenten weitergeben. Hat man sich das einmal bewusst gemacht, stellt sich die Frage: Was tun?



Einkaufen ist Wertschätzung


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© YinYang, istockphoto.com


Die gute Nachricht ist: Es gibt eine Menge, das Sie tun können. Schon durch bewusste Einkaufsentscheidungen lässt sich vieles bewegen. Bei Produkten, die wie z. B. Kaffee oder Kakao importiert werden müssen, sollte man auf das Fair Trade-Siegel achten. Kauft man fair gehandelte Produkte, entscheidet man sich gegen Ausbeuterverhältnisse in den Herstellungsländern. Fair gehandelte Produkte tragen meistens auch das Bio-Siegel. Im Umkehrschluss bedeutet das jedoch leider nicht, dass alle Bioprodukte fair gehandelt wurden. Fair gehandelte Produkte sind teurer, aber vom Gedanken her ist das nur konsequent, denn der Mehrpreis kommt den Erzeugern zugute. Geld ist hier ein außerordentlich gutes Mittel, um seine Wertschätzung zu zeigen. Und gute Qualität sollte uns allen etwas wert sein.



Genießen statt wegwerfen


Doch kann man den wertschätzenden Umgang mit unserer Ernährung natürlich nicht ausschließlich am Finanziellen festmachen. Ein erhöhtes Bewusstsein bedeutet schließlich auch, die Lebensmittel möglichst effektiv zu nutzen und nichts, für das man bezahlt hat, unnötig wegzuwerfen. Hier besteht dringender Handlungsbedarf: Laut einer UN-Studie werfen allein die Deutschen rund 20 Millionen Tonnen Lebensmittel in den Müll. Sicher ist dies der krasseste Ausdruck mangelnder Wertschätzung, den es unter allen Umständen zu vermeiden gilt. Statt billig Eingekauftes wegzuwerfen, sollte man lieber Hochwertiges genießen – und sich Zeit nehmen. Für die Zubereitung genauso wie für das Essen selbst. Ob man sich lieber selbst etwas gönnt oder zusammen mit Familie oder Freunden isst, ist dabei jedem selbst überlassen. Sicher ist nur eines: Die Welt verändern kann richtig lecker sein und großen Spaß machen.



Besser bio


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© ParkerDeen, istockphoto.com


Dazu gehört es auch, Lebensmittel in Bioqualität zu kaufen. Allein der Verzicht auf Kunstdünger ist ein gutes Argument dafür. Schon für die Erstellung von Kunstdünger und Spritzmitteln benötigt man entsprechende Produktionsanlagen, deren Errichtung und Unterhalt unsere Umwelt belasten. Auch der Dünger selbst ist ein wahrer Energiefresser. Hierzu Benedikt Haerlin in Schrot & Korn (3/12): „Die Herstellung von Kunstdünger (Stickstoff) ist energieintensiv und verbraucht 2 % des gesamten Energieverbrauchs der Welt. Das aus dem Künstdünger entstehende Lachgas – ca. 300 mal treibhausintensiver als CO2 – macht die Landwirtschaft zu einem der größten Klimakiller.“



Unser Fazit


Durch bewusste Einkauf- und Konsumentscheidungen kann man für die Entlastung der Umwelt sorgen, sich selbst etwas Gutes tun und dabei auch noch Unterdrückung und Ausbeutung von Herstellern überall auf der Welt entgegenwirken. „Du bist was du isst“ bedeutet dann ethisches, also auf Werten begründetes Handeln, das nicht nur den eigenen Vorteil kennt. Oder anders gesagt: Ich mache die Welt nicht zur Müllhalde – und meinen Körper auch nicht. Dadurch verändere und verbessere ich die Welt. Jede/-r kann das.

 

Artikel zum Wegwerfen der Lebensmittel: welt.de

Mehr von Benedikt Haerlin: meine-landwirtschaft.de



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