Sojaunverträglichkeit – für diese spezielle Form der Lebensmittelunverträglichkeit fehlt oft noch das Bewusstsein. Dabei tritt sie auch in Deutschland immer häufiger auf! Genau genommen gehört Soja wie auch Gluten zu den 12 Hauptallergenen.

Verwirrende Lebensmittelunverträglichkeit

Sucht man im Netz Antworten auf das Phänomen “Sojaunverträglichkeit”, stößt man weitgehend auf Ratlosigkeit. Immerhin entwickelt sich langsam ein Problembewusstsein für diese Intoleranz, die wie jede Lebensmittelunverträglichkeit sehr unangenehm bis gefährlich sein kann. Aber woran können Sie merken, ob Sie Soja gegebenenfalls nicht vertragen?

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Die Symptome – Vertragen Sie Soja?

Häufig reagieren die Körperteile, die unmittelbar an der Nahrungsaufnahme beteiligt sind, am heftigsten auf Lebensmittel, die Sie nicht vertragen: Die Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich schwellen an oder Sie leiden an Erbrechen oder Durchfall. Es kann aber auch zu Reaktionen im Atembereich sowie der Gelenke und der Haut kommen, die man nicht direkt mit seinen Essgewohnheiten in Verbindung bringen würde.

Bei Problemen sollte jedoch ein Arzt Ihres Vertrauens eine gründliche Bestandsaufnahme machen, um Ihnen eine sichere Diagnose stellen zu können – gerade auch, weil sich die Symptome verschiedener Unverträglichkeiten sehr ähneln. Wird eine Intoleranz fest gestellt, kann Ihnen dauerhaft nur ein Verzicht auf das jeweilige Lebensmittel helfen.

Wie sich Ihre Ausgangslage auch gestaltet – was bedeutet es konkret, Soja zu vermeiden?

Soja versteckt sich in vielen Lebensmitteln

Auch wenn Sie bewusst kein Soja einkaufen, kann sich der Verzicht darauf schwieriger gestalten, als man spontan vermuten würde: Denn Soja ist Bestandteil vieler Lebensmitteln. Vor allem Vegetarier und Veganer können ein Lied davon singen, da die Bohne wegen ihres hohen Proteingehalts oft als Fleischersatz eingesetzt wird, zum Beispiel in vegetarischer Bolognese.

Wenn man auf Grund einer Sojaunverträglichkeit auf alle Sojaprodukte verzichten sollte, lohnt es sich auch schon bei der Artikelbeschreibung genau hinzusehen: Bei vielen Produkten weist schon der Name auf die Verarbeitung von Soja hin.

© akinshin, istockphoto.com

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Deshalb gilt als erste Faustregel: Kein Fleisch- oder Milchersatz aus Soja, sprich Tofu, Tempeh, Sojamilch oder Sojajoghurt.

Beispiele sind Produkten mit so klangvolle Namen wie: VEGGIE FLEISCHSALAT, Zwergenwiese Brotsalat, Viana VLEISCHSALAT vom Tofutier oder Green Heart NUDEL-GEMÜSE Salat.

Zweite Faustregel: Keine traditionellen Sojaprodukte! Darunter fallen neben Tofu auch Sojasoße, Miso und die bei uns weniger bekannten Produkte Natto und Yuba.

Darüber hinaus hilft nur das genaue Studium der Zutatenlisten, denn die vielseitige Bohne lässt sich zu allerhand weiterverarbeiten.

Dritte Faustregel: Achten Sie auf die Zutatenliste! Bei “Sojaeiweiß” und “Sojaprotein” ist die Sojabohne noch offensichtlich zu erkennen, doch auch bei “Pflanzenöl”, “pflanzliches Protein”, “pflanzliches Fett”, “Emulgator Lecithin” oder “Leguminosenmehl” kann es sich um weiterverarbeitetes Soja handeln.

Falls man ein Produkt mit diesen Zutaten in der Aufzählung der Inhaltsliste findet, sollte man sich in an den Hersteller wenden, um Klarheit über die verwendeten Grundstoffe zu bekommen oder ganz auf das entsprechende Produkt verzichten oder ein entsprechendes Alternativprodukt wählen.

Allgegenwärtig: Sojalecithin

Einen besonders prominenten Platz unter den Zutaten aus Soja nimmt das Sojalecithin ein. Im Falle einer allgemeinen Sojaunverträglichkeit sollten Sie deshalb mit Ihrem Arzt abklären, ob Sie ebenfalls auf diesen Emulgator verzichten sollten. Lecithin wird in den meisten Fällen aus Soja hergestellt und unglaublich häufig verwendet. Hier ein kurzer Überblick über die Gruppen an Lebensmitteln, in denen sich Sojalecithin befinden kann:

  • Margarine
  • Schokolade und daraus hergestellten Produkten
  • Keksen
  • Kuchen
  • Backzutaten
  • Frühstückscerealien
  • Brot

Da Sojalecithin derart verbreitet verwendet wird, haben wir ihm einen gesonderten Artikel gewidmet: Mehr zum Thema Sojalecithin. Klicken Sie auf den Link, wenn Sie mehr über Sojalecithin erfahren möchten.

Leckere Alternative: über 250 sojafreie Rezepte

Es gibt allerdings noch eine andere Möglichkeit – nämlich das sojafreie Selberkochen. Wer sich selbst an den Herd stellt und seine Gerichte in Eigenregie zubereitet, weiß schließlich ganz genau, was auf seinen Tisch kommt.

Über 250 sojafreie Rezepte bieten wir Ihnen in unserem “Rezepte-Finder”. Dort können Sie sich per Mausklick alle sojafreien Rezepte anzeigen lassen.

Weiter zum Rezepte-Finder

Transparenz dank Einzelzutaten

Dank des Kochwerte-Qualitätsanspruches verwenden wir nur Einzelzutaten, so können Lebensmittel, die bei Betroffenen Allergien auslösen, auf den ersten Blick erkannt werden.

Der Kochwerte Qualitätsanspruch

Glauben Sie uns: Bei der Vielzahl an köstlichen Leckereien fühlt sich ein Leben mit Unverträglichkeiten oder Allergien ganz sicher nicht mehr wie betrüblicher Verzicht an.

Eine Antwort

  1. Nena

    Bei mir löste Soja unter anderem auch Panikattacken und Angstzustände aus. Nach etwa 4 Monaten Sojafei sind die Symptome verschwunden.

    Antworten

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