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GHEE SELBST HERSTELLEN -

ALLES AUS BUTTER


Fett ist nicht gleich Fett – darüber werden wir hier ausführlich berichten. Wie wir Ihnen heute zeigen, ist aber auch Butter nicht gleich Butter. Denn ob man zu konventioneller Butter oder geklärtem Ghee greift, macht einen erheblichen Unterschied in Bezug auf die Verträglichkeit.

Ghee hat eine lange Tradition in der ayurvedischen Ernährungs- und Gesundheitslehre. Die indische Medizin, auch als ayurvedische Medizin bekannt, setzt auf die für die Gesundheit hilfreiche Wirkung von Ghee, sowohl durch äußerliche als auch durch innerliche Anwendung.


Ghee gilt als "Jubel" oder "Gold" der Ayurveda.

Schon diese Bezeichnungen zeigen das besondere Image und die Wertschätzung für Ghee.

In traditionellen indischen Tempeln wird das flüssige Ghee sogar oft als Brennstoff für Öl-Lampen eingesetzt.




Was ist Ghee?


Ghee ist hierzulande noch wenig verbreitet. Dass sich hinter diesem Begriff gereinigtes Butterfett verbirgt, werden bei Weitem nicht alle Deutschen wissen. Gewonnen wird Ghee durch das Erhitzen von Kuhmilchbutter und das Abschöpfen des dabei entstehenden Schaums. Auf diese Weise werden Milcheiweiß und Milchzucker entfernt, das zurückbleibende Lebensmittel ist eine reine Art des Butterschmalzes.



Ghee - ein ayurvedisches Wundermittel


In der indischen Küche kann Ghee auf eine lange Tradition zurückblicken. Dort wird es bereits seit Jahrtausenden als Speisefett verwendet, schon im Kamasutra (ca. 200 n. Chr.) wird Ghee erwähnt. Glaubt man ayurvedischen Lehren, hat Ghee nahezu Wunderkräfte. In der ayurvedischen Küche soll es Speisen leichter verdaulich machen und wird deswegen zum Braten, Rösten und Frittieren verwendet.



Häufig werden ausgewählte Gewürze in Ghee angeröstet, so entfaltet diese Mischung ihre optimale positive Wirkung und wärmt von innen.



Für die Verträglichkeit von Speisen macht es einen erheblichen Unterschied, ob man zu konventioneller Butter oder geklärtem Ghee greift. Auch zu medizinischen Zwecken findet es innerlich und äußerlich Anwendung, hat zum Beispiel angeblich entgiftende Wirkung, fördert die Konzentration und hilft gegen Blutarmut.


Klassisch wird Ghee oft in Reis- oder Currygerichten verwendet. Mittlerweile kochen viele - auch westliche Spitzenköche mit Ghee, denn sie wissen schon lange, dass Ghee den Geschmack eines jeden Gerichts intensiviert und abrundet. Das gilt nicht nur für Currygerichte, sondern auch für viele anderen Speisen.



Ghee - für Massagen


Traditionelle ayurvedische Massagen wird Ghee oft in flüssiger Form verwendet.

Dazu wird Ghee erhitzt, es entsteht ein klares Öl. Dieses wird für Stirngüsse verwendet. Oft werden Gewürze mit Ghee vermischt für die Massage eingesetzt.




Ghee - ein besonderes Allzweckfett


Man muss jedoch nicht zwingend ein Anhänger der ayurvedischen Lehre sein, um Ghee zu schätzen zu lernen. Dafür reicht bereits eine Milcheiweiß- oder Laktoseunverträglichkeit, die es Betroffenen ja unmöglich macht, konventionelle Butter zu verzehren. Ghee können sie dagegen ohne Probleme konsumieren. Auch für alle anderen ist dieses Lebensmittel leicht bekömmlich und eine gute Alternative zur herkömmlichen Butter. Dazu kommt, dass sich Ghee stärker erhitzen lässt - der Rauchpunkt liegt erst bei 205 °C.


Hierzulande haben Fett und Butter in der Ernährung jedoch kein gutes Image: Fett macht dick, und beim Braten und Frittieren entstehen giftige Transfettsäuren – so die landläufige Meinung. Diese pauschalen Bewertungen sind nicht hilfreich, denn nur ein Teil dieser Aussage stimmt. Wichtig zu wissen ist, dass der Körper Fette in der Ernährung braucht, insbesondere die essentiellen Fettsäuren, die er selbst nicht herstellen kann.

Transfettsäuren sind für die Gesundheit sehr gefährlich; sie entstehen, wenn Fette oder Öle industriell bearbeitet oder zu hoch erhitzt werden.

Ghee ist nach einem besonderen Verfahren hergestellte geklärte Butter. Dadurch hat Ghee einen hohen Rauchpunkt, es entstehen selbst bei hohen Temperaturen KEINE Transfettsäuren.


Ghee - die Butter - die Qualität


Mit Ghee verwenden Sie ein hochwertiges Fett zum Kochen, Backen und Braten. Die Butter für Ghee sollte allerdings von „glücklichen Kühen“ stammen, die überwiegend mit Gras gefüttert worden sind. Denn womit die Kühe gefüttert werden, hat einen Einfluss auf die Qualität der Butter: Grasfütterung ergibt ein höherwertiges Fett, das in der Regel mehr essentielle Fettsäuren enthält.

Anders als Butter ist Ghee viele Monate lang und ohne Kühlung haltbar. Probieren Sie die Ghee-Herstellung zu Hause aus. Nur wenige, ganz einfache Mittel und Arbeitsschritte sind dafür nötig. Wenn Sie danach mit Ghee kochen, wird Ihre Küche erfüllt sein von leckeren Düften. Erleben Sie den durch Ghee verfeinerten Geschmack, der Ihre Gerichte zu etwas ganz Besonderem macht.


Gutes und wertvolles Ghee ist teuer. Wenn Sie jedoch Ghee selbst im richtigen Verfahren zu Hause herstellen, erhalten Sie ein hochwertiges Ghee. 

Wir zeigen Ihnen wie es geht!

Wir von KOCHWERTE stellen Ihnen das tolle Mittel Ghee in all seinen Facetten vor – von der äußerlichen Nutzung, etwa zur Unterstützung bei Einschlafschwierigkeiten, bis zur Zubereitung leckerer Rezepte.



Die traditionelle Methode zur Ghee-Herstellung


Ghee kann auf unterschiedliche Arten hergestellt werden, am bekanntesten ist die Desi-Methode.

Hierzu wird zunächst Butter gesammelt und gelagert, wobei die Butter bereits leicht säuerlich wird. Anschließend wird die Butter in einem Eisentopf über Feuer geklärt, wodurch sie eine rauchige Note gewinnt. Damit Ghee all seine positiven Wirkungen beim Kochen, Backen und der Gesundheitspflege entfalten kann, sieht die altindische Tradition die Herstellung per Siedeverfahren vor.

Nebenbei erwähnt: Wegen der großen Haltbarkeit kann Ghee auch in größeren Mengen hergestellt werden und im Kühlschrank bis zu 15 Monate aufbewahrt werden. Bei Raumtemperatur hält es sich etwa 9 Monate und hat dadurch normaler Butter nicht nur in Sachen Haltbarkeit einiges voraus



Die moderne Methode zur Ghee-Herstellung


Um Ghee selbst herzustellen benötigen Sie nur einige wenige Utensilien, einige davon haben Sie bestimmt in Ihrem Küchenschrank! Haben Sie alles zusammen können Sie gleich loslegen! Sie benötigen:

  • weiche Butter (6 Stück, je 250g)
  • einen Kochtopf
  • einen Schaumlöffel
  • ein feines Sieb
  • Behälter für das fertige Ghee
  • etwas Geduld und das Wissen darüber,

was man bei die Ghee-Herstellung unbedingt beachten sollte!

Doch welches sind die großen und kleinen Tipps, damit Ihnen Ihr Ghee sicher gelingt? 

Wir zeigen Ihnen, wie sich Ihr Ghee praktisch wie von selbst macht!



PS: Ein indischer Freund erzählte KOCHWERTE, wie Ghee in Indien verwendet wird und welch gutes Image es dort schon lange hat: „Ghee is a high-class cooking fat with highest rating based on research and voting data. Also the women in the average household count on Ghee for their curry, rice and other recipes. And the Indian medicine knows it for individual or group Ayurveda treatments.”  („Ghee ist ein hochklassiges Fett mit besten Wertungen, basierend auf Forschungen und Umfragen unter indischen Köchen. Auch im normalen Haushalt zählen die Frauen auf Ghee für ihre Curry-, Reis- und andere Rezepte. Außerdem kennt die indische Medizin Ghee für den Einsatz bei Ayurveda-Gruppen- und Einzelbehandlung.")












Bildnachweise für Artikel: Ghee selbst herstellen - alles aus Butter

  • Titelbild Ghee © Kochwerte, Foto: Matthias Hensel, www.hensel-marketing.de
  • Öllampe im Phrathat Doi Suthep Stock-Fotografie-ID:59222450 © lzf - istockphoto.com
  • Traditionelle Markt in Indien Stock-Fotografie-ID:30624858 © mariusz_prusaczyk - istockphoto.com
  • Indisches Biryani mit Hühnchen und Gewürzen Stock-Fotografie-ID:63030027 © tbralnina - istockphoto.com
  • Spa-Serie: Junge schöne Frau, die Shirodhara Stock-Fotografie-ID:22747494 © AlexanderNovikov - istockphoto.com
  • Ayurveda-massage Stock-Fotografie-ID:14298132 © Gizmo - istockphoto.com
  • Foto einer Frau Aufwachen Stock-Fotografie-ID:66416691 © Geber86 - istockphoto.com

Globale Sidebar:

  • Ghee in Gläser © Kochwerte, Foto: Matthias Hensel, www.hensel-marketing.de
  • Ernährung word cloud Stock-Fotografie-ID:53575798 © macgyverhh - istockphoto.com
  • olive Olivenöl Stock-Fotografie-ID:41825326 © Kasiam - istockphoto.com


 
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